Tracergas-Einsatz auf dem Flachdach eines Schulgebäudes

Die Aufgabenstellung

An einem Schulgebäude kommt es seit längerer Zeit unterhalb eines Flachdaches entlang der Attika und in Teilbereichen eines Wandanschlusses zu ungewöhnlichen Durchfeuchtungen und Wassereinbrüchen.

Da auf dem Flachdach ganzflächig Bürgersteigplatten in Schotter verlegt sind und bereits an mehreren Stellen die Dachabdichtung freigelegt wurde ohne Fehlstellen an der Dachabdichtung ausgemachen zu können, sollen nun zur Eingrenzung der Schadensursache zerstörungsfreie messtechnische Untersuchungen durchgeführt werden.

Das Untersuchungskonzept

Zunächst wurde mittig im Untersuchungsgebiet die Dachabdichtung freigelegt und ein Spezialstutzen eingebaut. Über diesen wurde zunächst Luft in die Wärmedämmschicht eingeblasen und später das Detektiergas hinzugegeben.

Das eingegebene Tracergas verteilt sich in der Wärmedämmschicht und tritt durch vorhandene Leckagen. Somit kann es oberhalb der Dachabdichtung lokalisiert werden.

Anschließend wurde das Untersuchungsgebiet mehrmals mit einem Gasdetektor abgeschritten. Dabei konnte entlang des hinteren Wandanschlusses ein massiver Gasaustritt lokalisiert werden.

Anschließend ist der Wandanschluss freigelegt worden und es konnte festgestellt werden, dass am gesamten Wandanschluss die Verklebung der Dachabdichtungsbahnen mangelhaft ausgeführt war. Dadurch konnte demzufolge Wasser in die Wärmedämmsicht gelangen und innen entlang der Attika austreten.

Die Zusammenfassung

Mit Hilfe von zerstörungsfreien Messmethoden lassen sich Leckagen an Abdichtungsbahnen auch unterhalb von Kiesschichten, Grünflächen und Plattenbelägen lokalisieren.

Dabei kann man u. a. das Tracergas-Verfahren einsetzen, da das eingegebene Detektiergas auch problemlos durch hohe Aufbauten dringt und an der Oberfläche zu lokalisieren ist. So können vorhandene Fehlstellen gezielt saniert und somit die Sanierungskosten klein gehalten werden.


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