Thermografische Leckortung – Schadstellen auffinden ohne die Leitung freizulegen

Thermografische Leckortung

Bei Leckagen in Leitungssystemen wird unter anderem auch die Thermografie bei von der Lieck SDS zum Auffinden der Schadstellen eingesetzt. Die thermografische Leckortung bietet die Möglichkeit, Schadstellen aufzufinden, ohne die komplette Leitung freilegen zu müssen. Ein austretendes Medium bewirkt eine Temperaturänderung in Isolierung oder Mauerwerk, die mit Thermografie detektierbar ist.

Bei Leckagen in Leitungen, die flüssige Medien von Umgebungstemperatur führen, und bei Flachdächern bewirkt die Feuchtigkeit in Mauerwerk und Isolierung eine Änderung der Wärmeleit- oder der Emissionseigenschaften. Leckagen, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben, werden dadurch in Wärmebildern sichtbar.

Fußbodenheizungen zum Beispiel haben den positiven Effekt, dass keine störenden Heizkörper an den Wänden hängen. Was machen Sie aber, wenn Ihre Fußbodenheizung eine Leckage hat und sich Ihr Keller langsam in eine Tropfsteinhöhle verwandelt?

Wenn Sie jetzt die Leitungen sehen könnten, müssten Sie nicht – gleich einem Glücksspiel – den Fußboden aufreißen, sondern könnten gezielt den defekten Bereich freilegen. Eine durch unsere Messtechniker professionell ausgeführte Thermografie bietet Ihnen die Möglichkeit, „durch Parkett, Fliesen, Stein und Estrich zu sehen“!

Durch radiometrische Kontrollmessungen mit der Neutronensonde wird dann noch einmal geprüft, ob sich in dem detektierten Bereich wirklich Nässe im Estrich oder der Dämmschicht befindet. Leckagen können meistens auf kleine Bereiche eingegrenzt werden, somit hält sich auch der Schaden in Grenzen.

Aber nicht nur Fußbodenheizungsleckagen können auf diese Weise detektiert werden, auch bei wandverlegten Warm- und Kaltwasserleitungen ist eine Lokalisierung der Fehlstelle möglich. Falls Sie Bohrungen, zum Beispiel für eine Dämmschicht-Austrocknung, in einem Raum anbringen müssen, in dem eine Fußbodenheizung verlegt ist, können Sie entweder auf „Fortuna“ vertrauen und „wild drauf los“ bohren, oder erst einmal die Vor- und Rücklaufleitungen des Heizungssystems lokalisieren.

Neben dem Aufspüren von Leckagen und den verlegten Leitungen selbst benutzen wir die Thermografiesysteme zur Beurteilung der Fußbodenheizung (oder auch Deckenheizung) in Hinsicht auf eine optimale Wärmeverteilung.

Insbesondere in der Ortung von Leckagen kann nur über eine professionelle Nutzung aller messtechnischen Möglichkeiten eine fachlich fundierte Aussage gegeben werden, denn jede Problemstellung verlangt andere Prüf- und Diagnoseverfahren, jede Aufgabe stellt sich neu und erfordert individuelle Lösungen.