Bewehrungsorter
Messverfahren für die Bewehrungsanalyse - technischer Hintergrund des Bewehrungsorters
Die von uns eingesetzten Bewehrungsorter arbeiten nach dem magnetinduktiven Analyse- verfahren, welches die präzise Ortung, Tiefenbestimmung und Durchmesserabschätzung von Armierungseisen bis in eine Tiefe von 10 cm ermöglicht.
Ein U-förmiger Jochmagnet mit einer Erreger- und Empfängerspule wird dabei über das Stahl- betonbauteil bewegt. Durch die Magnetisierung der Stahlbewehrung ändert sich der magneti- sche Fluss, so dass in Abhängigkeit der vorhan- denen Bewehrung unterschiedlich starke Span- nungen induziert werden.
Die beiden wichtigsten Unbekannten sind die Überdeckung und der Stabdurchmesser. Die Signalstärke ist von beiden Variablen abhängig. Die bei von der Lieck eingesetzten Systeme verfügen über integrierte Kalibrierkurven für übliche Stahlsorten, so dass selbst bei Bauwer- ken mit fehlenden Statik-Plänen die Über-
deckung, Lage und die Stabdurchmesser ermittelt werden können.
Durch die bildgebende Darstellung in hoher Auflösung, sowie die Berechnung von Bewehr- ungstiefe und Durchmesser an jedem Punkt auf dem Bild, lassen sich klare Aussagen über die Bewehrung treffen.
Bei der Qualitätssicherung neu errichteter Bau- werke kann die Genauigkeit dadurch gesteigert werden, dass am System der in der Regel bekannte Stabdurchmesser eingestellt wird, so dass die zu kontrollierende Überdeckung mit hoher Genauigkeit angegeben werden kann.
Die Kombination aus schneller, großflächiger Radar-Untersuchung, exakter Schichtdicken- bestimmung mit dem Impact-Echo-Verfahren und der Bewehrungsbestimmung mit dem Bewehrungsorter bildet eine hochperformante Einheit bei der Untersuchung von Betonbauteilen.