Georadar (Impuls-Radar)
Messverfahren für die Betonuntersuchung - technischer Hintergrund des Georadar
Das Georadar (Impuls-Radar) ist ein elektromagnetisches Messverfahren. Kurze elektromagnetische Impulse im Frequenzbereich zwischen 400 MHz und 1,6 GHz werden in den Untergrund oder das Bauteil eingeleitet und je nach deren Beschaffenheit und den eingesetzten Antennen reflektiert oder transmittiert.
Aufgrund der Reflexion der Radarimpulse
an Materialübergänge mit unterschiedlichen
Eigenschaften können verschiedene Objekte
im Untergrund geortet werden.
Neben Bodenschichtungen und Grundwasser- ständen sind somit auch Leitungen, Rohre, Kampfmittel oder Hohlräume zu orten. Auch in der Forensik, der Archäologie und zur Ortung kontaminierten Baugrunds läßt sich das Georadar-Verfahren einsetzen.
Wegen der grundlegenden Eigenschaft der elektromagnetischen Wellen an metallischen Objekten vollständig reflektiert zu werden, läßt sich das Georadar hervorragend an Stahlbeton- teilen im Brücken- oder Tunnelbau einsetzen.
Die mögliche Eindringtiefe des Georadar (Impuls-Radar) hängt unter anderem von der Frequenz der verwendeten Antenne und den physikalischen Parametern des Messunter- grundes ab – Untersuchungen bis zu einer Tiefe von sechs Metern sind mit diesem Verfahren durchaus möglich.
Das Georadar (Impuls-Radar) eignet sich also nicht nur zur zerstörungsfreien Detektion von Objekten und Strukturen oder zur Untersuch- ung unterschiedlicher tektonischer Formationen, sondern auch zur Trassenerkundung und Struk- turanalyse im Tiefbau oder für Bewehrungs- ortung und Schichtdickenanalyse im Stahl- betonbau.