Praxisbeispiel: Gewässergrunderkundung

Gewässergrunderkundung

Mit dem Georadar-Verfahren lassen sich auch Untersuchungen in Gewässern durchführen. Durch eine Antenne, die auf einem Boot montiert wird, kann der Untergrund eines Gewässers strukturell analysiert werden.

Je nach Gewässertyp können Schlauchboote eingesetzt werden, auf dem sämtliche Systemkomponenten installiert werden oder es kommen Kleinflöße zum Einsatz, auf denen die Antenne befestigt wird, während der Systemmonitor z.B. am Ufer platziert wird.

Im konkreten Fall sollte eine Abwasserleitung unter einem Fluss geortet werden, da hier eine neue Brücke entstehen soll. Bestandsunterlagen über vorhandene Versorgungsleitungen waren unvollständig, so dass eine Erkundung der Ufer und des Gewässergrundes erforderlich war.

Dazu konnte der Untergrund mit einer 500 MHz Antenne bis in eine Tiefe von ca. 3 m erfasst und analysiert werden.

In dem abgebildeten Anwendungsbeispiel konnte die Lage eines Abwasserkanals geortet werden, welcher sich im Radargramm als Hyperbel darstellt.

Mit unseren verschiedenen Radarantennen lassen sich im Einzelfall verschiedene Eindringtiefen erzielen, so dass stets eine individuelle Abstimmung des Systems auf die gewünschte Eindringtiefe bei gleichzeitig höchst möglicher Auflösung erfolgen kann, um die jeweiligen Fragestellungen zu klären.