Praxisbeispiel: Trassenprüfung Fernwärmeleitung
Auf dem Gelände einer Schule soll eine Fernwärmeleitung verlegt werden, um einzelne Gebäudeteile zu versorgen. Dazu soll ein grabeloser Rohrvortrieb durchgeführt werden.
Um zu vermeiden, dass beim Vortrieb Hindernisse die Arbeiten verzögern oder den Bohrkopf beschädigen, soll im Vorfeld der Baumaßnahme die geplante Leitungstrasse auf mögliche Objekte im Untergrund überprüft werden.
Dabei ist das Georadar-Verfahren mit einer 400 MHz- Antenne zum Einsatz gekommen, so dass in diesem Fall eine Untersuchungstiefe von 3 m erreicht wurde.
Das Untersuchungsgebiet wurde dazu in einzelne rechteckige Abschnitte eingeteilt, und jedes Messfeld wurde rasterförmig mit dem Radar abgefahren. Auf diese Art ist eine 3-Dimensionale Abbildung des Untergrundes möglich.
Die Auswertung hat dabei ergeben, dass eine Leitung in einer Tiefe von ca. 1 m unmittelbar durch die geplante Startbaugrube verläuft. Die Grube wurde daraufhin um ca. 2 m versetzt, so dass keine Gefahr bestand, die vorhandene Leitung bei der Herstellung der Grube bzw. beim Rohrvortrieb zu beschädigen.